Nur GRAS kann diese Hochschule retten

Bildung ist ein Menschenrecht

Wir fordern ein Verständnis von Bildung, das den Menschen befreit und keinen ökonomischen Zwängen unterworfen ist. Unser Ziel ist, allen Menschen in der Gesellschaft ein freies Studieren zu ermöglichen, denn Bildung ist ein Menschenrecht. Wir wollen langfristig Freiräume für Bildung schaffen und damit den Rahmen für ein selbstbestimmtes Studium ermöglichen.

Gratis Lernmaterial ist nicht umsonst

Freie Bildung muss auch freien Zugang zu Wissen beinhalten. Der Kauf von Lehrbüchern, Skripten oder Software bringt jedoch jedes Semester erhebliche Kosten mit sich. Aber ohne diese Materialien ist erfolgreiches Studieren oft nicht möglich.

Lehr- und Lernmaterialen müssen kostenlos und frei zur Verfügung stehen, ob als E-Books, durch das Digitalisieren von Skripten oder zur Verfügung stellen von Vorlesungsunterlagen. Wenn bestimmte Software oder Programme in einer  Lehrveranstaltung gelehrt werden, soll zunehmend auf Open Source Programme, also im Internet frei zugängliche Alternativen, zurückgegriffen werden.

Freier Zugang zu Bildung bedeutet auch freien Zugang zu Forschungsergebnissen. Outputs von Wissenschaft, die mit öffentlichen Geldern finanziert wird, müssen konsequenterweise auch frei zugänglich sein.

  • Freies Lehr- und Lernmaterial
  • Freier Zugang zu Software und Forschungsergebnissen

Freie Bildung und Forschung

Bildung muss frei zugänglich sein: Hochschulen dürfen also nicht durch Studiengebühren oder Zugangsbeschränkungen ausschließend wirken. Freie Forschung und Bildung verlieren ihre Freiheit und Unabhängigkeit, wenn sie von ökonomischen Interessen geprägt werden und sich marktwirtschaftlicher Logik anpassen müssen. Weil Bildung nicht zu einer Ware verkommen darf, wehren wir uns vehement gegen die aktuelle Bildungspolitik der Regierung, die die Kommerzialisierung von Bildung weiter vorantreibt. Bildung muss von öffentlicher Hand vollständig ausfinanziert werden.

  • Freier Zugang zu Hochschulen ohne  Studiengebühren  und Zugangsbeschränkungen
  • Gegen die Kommerzialisierung von Bildung: Finanziell unabhängige Hochschulen

Freiräume im Studium

Eine freie Lehrplangestaltung, individuelle Schwerpunksetzung und freie Wahlfächer ermöglichen ein selbstbestimmtes Studium, das Stärken und Interessen fördert. Wir fordern die Festschreibung von freien Wahlfächern in allen Studienzweigen an allen Hochschulen. In jedem Bachelorstudium sollen zumindest 30 ECTS, in allen Masterstudien 20 ECTS absolut frei wählbar sein.

Gleichzeitig muss auch das Lehrangebot ausgebaut werden, um durch vielfältige Inhalte eine individualisierte Schwerpunktsetzung zu ermöglichen. Für freies und selbstbestimmtes Studieren braucht es nicht nur im Studienplan Freiräume, sondern auch frei nutzbare Räumlichkeiten an den Hochschulen für die Studierenden selbst, um arbeiten zu können, sich zu vernetzen und Pausen zu überbrücken.

  • Freie Wahlfächer festschreiben, Lehrangebot ausbauen und selbstbestimmte Lehrplangestaltung ermöglichen
  • Freiraum und Aufenthaltsmöglichkeiten für Studierende an den Hochschulen schaffen

Gleichberechtigte Hochschulen

In Österreich ist das Hochschulwesen stark ausdifferenziert. Öffentliche Universitäten, Fachhochschulen (FHs), Privatuniversitäten (PUs) und Pädagogische Hochschulen (PHs) unterliegen unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Finanzierungskonzepten und auch die Rechte von Studierenden sind je nach Hochschule unterschiedlich geregelt.

Um freies, gleichberechtigtes Studieren für alle zu ermöglichen, braucht es eine einheitliche Gesetzesgrundlage – ein einheitliches Hochschulgesetz, das alle Bedürfnisse des Studierens abdeckt. Dies wirkt der bestehenden subtilen Hierarchisierung einzelner Hochschultypen entgegen und sichert allen Studierenden, egal an welcher Hochschule, die gleiche rechtliche Absicherung zu. Außerdem kann dadurch eine leichtere Anrechenbarkeit ermöglicht und damit eine bessere Durchlässigkeit zwischen den Hochschulen erzielt werden.

Ein vereinheitlichter Hochschulsektor mit einer gemeinsamen Gesetzesgrundlage schafft den Rahmen für Freiheiten, für einen gleichberechtigten Zugang und rechtlich abgesichertes Studieren. Nur so kann progressive, nachhaltige Bildungs- und Hochschulpolitik für alle betrieben werden.

  • Angleichung des Studienrechts von Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen und Privatuniversitäten an das der öffentlichen Unis
  • Langfristiges Schaffen eines einheitlichen Hochschulsektors